E.M. Cioran, der große Denker, hielt sich vor über vierzig Jahren, von Ende Juli bis Ende August 1966, in Talamanca auf Ibiza auf. Die Insel der Glückseligen, die damals noch nicht von Blumenkindern, Aussteigern und Partysüchtigen besetzt war, hat Cioran die erhoffte Ruhe nicht geschenkt. An Ausspannen war nicht zu denken, weshalb er, vom Wetter und von Schlaflosigkeit geplagt („Die Hitze bringt alle meine Gebrechen zur Geltung“), zu schreiben begann und ein Sommertagebuch einer erloschenen Liebe hinterließ: „Diese Insel, die ich so geliebt habe, ist nicht mein Genre.“ Auch auf Ibiza konnte er seiner Befindlichkeit, die er „zwischen Grauen und Ekstase“ ansiedelte, nicht entgehen. Und dennoch war ihm klar: „Weit entfernt vom Mittelmeer zu leben, ist ein Irrtum.“
Ciorans „Cahier“ aus Talamanca ist ein kleines Buch mit großen Geistesblitzen – gescheit, anregend, für jede Stunde des Tages (und der Nacht).


 

E. M. Cioran

Aufzeichungen aus Talamanca

 

Kleines Format, Hardcover mit Schutzumschlag

in der weissbooks.w-Gestaltung des Startprogramms 2008

62 Seiten, 12,00 € (D)

978-3-940888-24-2

 

 

 

PRESSESTIMMEN

 

"Die radikale Verzweiflung des Stoikers kommt auch hier, wie stets bei Cioran, fern jeder Systematik daher und ist doch so zugänglich wie in kaum einem seiner anderen Bücher."

Alexander Kluy, Der Standard

 

"Auch der dunkelste Denker braucht mal Urlaub. Aber muß es denn gleich Ibiza sein? Es war der 31. Juli 1966, als E.M. Cioran in Talamanca ankam, um zu neuen Gipfeln der Verzweiflung aufzubrechen."

Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

 

"Aber selbstverständlich macht ein moderner Gnostiker wie Cioran nicht wirklich Urlaub ... Und letztlich hält die Insel seiner Entschlossenheit zum Ennui überraschend gut stand."

Helmut Mayer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

"Für Cioran-Leser und -Kenner ein 'Muss' - für andere ein leichter Einstieg in die Gedankenwelt dieses großen Zweiflers."

www.literaturschock.de

 

"Vor der Wahrnehmung der schönen mediterranen Landschaft treten die Kontraste Corans Denkens noch deutlicher hervor."

Cornelius Hell, Die Furche