»Im Grunde schreibt Anderson grandiose Denkbewegungslyrik, die seinesgleichen sucht und, wäre dieser Begriff nicht unendlich tönern und konstruiert, eine Zuschrei-bung sein könnte, der man Preise nachschmeißt ohne Ende, weil das, worauf sie zielt, so viel besser ist als das Meiste von dem, was den übersättigten Aufmerksamkeits-apparat in Wellen immer wieder neu abfüttert.« Marcus Roloff, faustkultur

 

 

Zehn Jahre nach Erscheinen seiner letzten Veröffentlichung legt Sascha Anderson »etwa die Hälfte dessen, was noch in der sogenannten Schublade liegt«, vor. Dreißig Gedichte in sieben Kapiteln, begleitet von eingewürfelten Vignetten von Alissa Walser. Martin Lüdke, ein Kenner seiner Art zu schreiben, um zu leben, sagt: Andersons Bücher werden in aller Regel, allesamt, auf eine, sicher, zentrale Episode seiner Biographie bezogen. Denn für ihn gilt, was Adorno konstatiert hat: Es gibt kein richtiges Leben im Falschen. Oder doch? In, zum Beispiel, dem Zyklus Heldenbergen, fünf, teils ins Erzählende gleitende Gedichte, die uns die Sicht auf eine Idylle eröffnen, die nie eine werden kann, steht: »Wenn ich mir eine Frage stelle, werde ich eins mit dem anderen. Wenn ich sie beantworte, teile ich sie auf
Nimmerwiedersehen«, und [er] sucht dabei »Ablass von
allem, was mit / Mehrheit zu tun hat.«


Sascha Anderson ist eine exemplarische Gestalt der jüngeren deutschen Geschichte. Seine Gedichte dokumentieren diesen Sachverhalt und übersteigen ihn zugleich: poetisch. Ann Cotten meinte nach dem Lesen der ersten vier Kapitel, ihr formuliere sich: »Man benutze das Licht der Entzauberung, um dem Zauber zu folgen«.

Zum Autor.

 

 

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So taucht Sprache ins Sprechen ein, um zu vergessen


Gedichte
Französische Broschur
80 Seiten
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€ 18,50 (A)


978-3-86337-176-0

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Sascha Anderson zu Gast im hr2 "Kulturcafè"
hr2_kulturgespraech_20190110_80653162.mp[...]
MP3-Audiodatei [9.1 MB]

Presse- und Leserstimmen:

 

»Einiges von dem, was in Sascha Andersons Schublade gelegen hat, versammelt sein neuer Gedichtband. Schopenhauer, Hunde, die DDR und das Leben in Heldenbergen bei Frankfurt, Heiner Müller, Ginsberg und Ostrowski, Dante, Robert Altman und die Reue - die Schublade hat einiges zu bieten.« Florian Balke, FAZ

 

»Sascha Anderson ist eine exemplarische Gestalt der jüngeren deutschen Geschichte. Seine Gedichte dokumentieren diesen Sachverhalt und übersteigen ihn zugleich: poetisch.«

Martin Lüdke

 

»Es hat mich von jeher angezogen, dass Andersons Texte sich dem Mahlstrom der Historizität stellen, und zwar eigenwillig stellen.« Marcus Roloff, faustkultur