»Wenn das gelingt, was mir Arnold empfohlen hat, müsste der Titel lauten: Nicht zur Veröffentlichung bestimmt. Nach nahezu 40 Jahren ein rücksichtsloser Blick auf Verlag, Autoren, Bücher, Manuskripte...«

So beginnt ein Manuskript, das Elisabeth Borchers, die
große Lyrikerin und legendäre Lektorin (»Das literarische
Gewissen des Suhrkamp Verlags«, pflegte Siegfried Unseld über sie zu sagen), hinterlassen hat. Zwischen 1999 und 2005 hat sie an einem autobiographischen Text gearbeitet, den sie nicht beenden konnte. Auch wenn sie Arnold Stadlers Anregung zunächst folgt und von ihren Begegnungen mit Dichtern wie Bohumil Hrabal, Uwe Johnson, Martin Walser oder Jurek Becker erzählt (und sich dabeinicht vor kräftigen Aussagen und harten Urteilen scheut), nehmen ihre Aufzeichnungen bald eine überraschende Wendung.


Mehr und mehr gleitet sie ins eigene Ich, das Ich einer Frau, die sich im hohen Alter noch einmal der Wucht und der quälenden Macht einer großen Liebe aussetzt. Wie sie, eine grande dame par excellence, dieses Lieben erfährt, ist der Kristallisationspunkt dieses Fragment gebliebenen Manuskripts – und ein ergreifendes Dokument.

 

Zur Autorin.

 

Auch als eBook erhältlich.

22,00
inkl. MwSt.
zzgl. Versand (bis 500gr: 1,65 €; CH u. EU: 3,50 €)
In den Warenkorb

Nicht zur Veröffentlichung bestimmt. Ein Fragment

Herausgegeben von Martin Lüdke und Ralf Borchers
Geb., mittleres Format
167 Seiten
22,00 € (D)
22,70 € (A)


978-3-86337-103-6

Mehr anzeigen >>


Nicht zur Veröffentlichung bestimmt. Ein Fragment

22,00inkl. MwSt.
zzgl. Versand (bis 500gr: 1,65 €; CH u. EU: 3,50 €)

Herausgegeben von Martin Lüdke und Ralf Borchers
Geb., mittleres Format
167 Seiten
22,00 € (D)
22,70 € (A)


978-3-86337-103-6


Mehr anzeigen >>


Presse- und Leserstimmen

»Der zu Herzen gehende Monolog meiner ehemaligen Kollegin ist vor allem das berührende Dokument eines Liebesverlusts. Man liest mit Bewunderung und Beklemmung.« Michael Krüger, Die ZEIT

»Es ist die Trauer des Abschieds in der Fülle der Gegenwart, die Borchers Fragment verdunkelt und erleuchtet. Sehnsucht und Liebessucht aber hören nie auf. Originell, erhellend und anrührend.«

Arno Orzessek, Deutschlandfunk Kultur

                                                                                        (zum Nachlesen und -hören geht’s hier..)

»Zu roh, zu unbearbeitet sind die Notizen, als dass man sie zur Literatur erklären sollte. Aber gerade diese Offenheit ist es, die den Text ausmacht. Auch da, wo es einmal nicht um Autoren, Kollegen, Verleger geht, sondern um die eigene Verfasstheit, die Frage etwa, was es bedeutet, älter zu werden. Das beschreibt sie, voller Klarsicht und ohne Selbstmitleid Sandra Kegel, FAZ

»Ich lese Elisabeth Borchers langsam, mit angehaltenem Atem: Immer wieder berührt und erschüttert, und immer wieder bezaubert von einzelnen Sätzen (“Ich gebe die Tage aus der Hand, als hätte ich genug davon.“). Es bleibt vieles rätselhaft, nur nicht die leuchtende Sprache, die Trauer und Unversöhnlichkeit, und die Reinheit der Bewunderung, wenn sie Bewundernswertes findet. Was für ein Buch.« Dr. Hartmut Kuhlmann, Cambridge

»Nicht nur ein Enthüllungsbuch vom literarischen Jahrmarkt der Eitelkeiten, sondern auch ein bewegendes, sehr persönliches Protokoll von Liebesverlust und Vereinsamung einer alternden Frau, welches sicher seine Leser/-innen findet. Lesenswert auch das kenntnisreiche Nachwort von Martin Lüdke.«

 

Christiane Laubisch

»Wer das Glück hatte, Elisabeth Borchers begegnet zu sein, weiß sofort, dass Julia Encke in ihrer Buchbesprechung (Elisabeth Borchers posthum: "Nicht zur Veröffentlichung bestimmt. Ein Fragment", Weissbooks-Verlag 2018) leider ganz wesentliche Dimensionen der Persönlichkeit und der biographischen Situation der Autorin übersieht. Tatsächlich schlägt Elisabeth Borchers im Buch zunächst harte Töne an, was sie aber warnend ankündigt ("kein Pardon soll gegeben werden"). Doch dann verwandelt sich der Text immer mehr in eine ungeheuer offene und wichtige Selbstschilderung, über ihr Älterwerden, ihre nachlassende Gesundheit, ihre Einsamkeit und zuletzt über eine späte Liebeserfahrung. Der fragmentierte Charakter des Buches ist von ihr sicher so gewollt, denn Elisabeth Borchers konnte in den gleichen Jahren ihre fünf wunderbar durchformulierten Frankfurter Poetikvorlesungen schreiben und im Sommer 2003 an der Goethe-Universität vortragen. Man darf die Komplexität dieser Sprachkünstlerin nicht unterschätzen, die schon in den sechziger-Jahren mit ihrem Gedicht "eia wasser regnet schlaf" die literarische Bundesrepublik aufzurütteln verstanden hat. Und wie sie selbst schreibt: ‚Der Autor hat immer recht.‘!«

 

Prof. Dr. Wolfgang Enzensberger, Frankfurt

(Leserbrief an die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)