Ein Mann erzählt die Geschichte von E, der große Talente hatte, aber sein Leben nicht meistern konnte. Er war zur Welt gekommen, als der letzte große Krieg noch tobte, die Kindheit geprägt von Bomben, Bedrohung, Hunger, Flucht. Von den Wunden aber, die jene Zeit schlug – der Vater im Krieg, die Mutter im ständigen Überlebenskampf –, hatten E und sein Bruder keinen Begriff; die Nachkriegs-Kindheit hatte auch schöne Seiten. Doch die Wunden waren tief und heilten nicht; vor allem nicht jene von E, dem so Empfindsamen, der sie weniger gut nahm als die härter Gesottenen. In den Jahren, als es in der jungen Bundesrepublik bergauf ging, wollten E und seine Freunde Künstler werden. Doch E zerbrach daran und nahm sich 1962 das Leben. Über 50 Jahre danach erinnert sich der Erzähler, legt Dokumente vor und flaniert durch die Gegenwart im Staunen über den Wandel der Zeiten.


Nach seinem hochgelobten Buch Der Weg allen Fleisches (2014), der würdevollen Schilderung einer unvorstellbaren Krankheitsgeschichte, greift Hermann Kinder nun weit zurück in die 1950er Jahre. Er erzählt von der Kindheit und Jugend
                                                                  eines Mannes, der vor einer großen Karriere als Schauspieler
                                                                  stand – und der sein Bruder hätte sein können.

20,00
inkl. MwSt.
zzgl. Versand (bis 500gr: 1,65 €; CH u. EU: 3,50 €)
In den Warenkorb

Hermann Kinder: Porträt eines jungen Mannes aus alter Zeit

Roman
Gebunden mit Schutzumschlag
206 Seiten
978-3-86337-102-9

Mehr anzeigen >>


Hermann Kinder: Porträt eines jungen Mannes aus alter Zeit

20,00inkl. MwSt.
zzgl. Versand (bis 500gr: 1,65 €; CH u. EU: 3,50 €)
Roman
Gebunden mit Schutzumschlag
206 Seiten
978-3-86337-102-9

Mehr anzeigen >>


Presse- und Leserstimmen

"Man hat es hier mit einem Dreiklang aus Traurigkeit, Skepsis und Komik zu tun. Ein konzentrierter, virtuoser Roman." Deutschlandfunk

"Ich bin eingetaucht in diesen Erinnerungs- und Erzählfuror; den klaren Blick in die Tiefe der Zeit - und auf unsere heutigen Verrenkungen - bewundernd." Klaus Merz