Artur Becker ist seinen deutschen Lesern bisher als großer Erzähler bekannt. Doch »dieser außergewöhnliche Wanderer zwischen seiner ursprünglichen Heimat Polen und seiner neuen Heimat Deutschland«, so Manfred Mack vom Deutschen Polen-Institut in Darmstadt, »beschenkt uns seit Jahren nicht nur mit seinen Gedichten und Prosawerken, sondern auch mit Dutzenden von Rezensionen und Essays, in denen er versucht, sein polnisches Erbe seinen deutschen Lesern zu vermitteln. Nein, nicht nur zu vermitteln, Artur Becker ist ein Missionar, er ist überzeugt, fast besessen davon, seine deutschen Leser zu überzeugen, dass ihr Weltbild unvollständig bleibt, wenn sie nicht die Erfahrungen ihrer polnischen Nachbarn zur Kenntnis nehmen und in ihr Weltbild integrieren. Und er begibt sich auch auf das belastete, verminte Gebiet der deutsch-polnischen Erinnerung an die Geschichte.

Souverän und mutig zeigt er Deutschen und Polen einen Ausweg aus der vermeintlichen Erbfeindschaft und ruft das Gemeinsame, Verbindende jenseits der nationalen Verblendung in Erinnerung.«

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Artur Becker: Kosmopolen

Essays

Gebunden mit Schutzumschlag,

446 Seiten

978-3-86337-105-0

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Pressestimmen

 

Dr. Wolfgang Schlott (KUNO Kulturnotizen zu Kunst, Kultur und Poesie)

Dass er [Artur Becker] sein schriftstellerisches Zuhause im norddeutschen Verden fand, ist ein Glücksfall nicht nur für die deutsche literarische Öffentlichkeit sondern auch für die polnisch-deutsche Beziehungsgeschichte nach 1990 geworden. Seine offenmündigen und offenherzigen Reflexionen über eine leidvolle und oft missverstandene Geschichte der „Wiedergutmachung“ spiegeln sich in vielen seiner Essays wider. Sie sind vor allem jenen Lesern zu empfehlen sind, die sich nicht nur eine kritische Aufarbeitung polnisch-deutscher Nachkriegsgeschichte wünschen, sondern etwas über dieses Kosmopolen wissen wollen, von dem Artur Becker so engagiert und kritisch, da und dort auch ironisch erzählt.

 

Eric Giebel (Schriftsteller, FIXPOETRY):

„(...) profund, schillernd und eindrücklich (...). Beckers Versuch, Kosmopolen zu verorten und darin ein erfülltes Leben zu gestalten, weckt in mir die Neugier, meine eigene Identität als Mensch, als Deutscher, als Schriftsteller anhand dieses "seltsamen Landes" zu überprüfen. Becker spricht eine Einladung aus. Das ist viel. Das ist wertvoll.“

 

Stephan Wackwitz (FAZ, Frankfurt am Main):

„Man kann aus diesem Buch viel lernen über die komplizierte und im Westen weithin unbekannte intelektuelle Szene unseres Nachbarlandes oder über die politischen Gemütslagen, die zu der politischen Konstellation der gegenwärtigen Rechtsregierung geführt haben. (...) es gelingt dem Autor, das Kleine und 'Unberühmte' biographischer Erinnerungen aus einem subjektiven Blickwinkel zu erweitern zu Einsichten, die anders nicht zu bekommen gewesen wären."

 

 

Marta Kijowska (Journalistin und Autorin, München):

„Nach der Lektüre dieser geistreichen, tiefgründigen und mal poetischen, mal bissigen, mal witzigen Essays von Artur Becker hat man eigentlich nur noch einen Wunsch: selbst zu einem Kosmopolen zu werden. Ungeachtet der Nationalität, versteht sich.“

 

 

Peter Hamm (Literaturkritiker und Autor, München):

„Artur Becker verkörpert, wie ich bei den wenigen Begegnungen mit ihm feststellen durfte, selbst jenen Typ des absolut aufgeklärten ‚Kosmopolen‘, den er in seinen Essays, die in gewisser Weise an die Thesen von Czesław Miłosz aus dessen Essayband ‚Das Land Ulro‘ anknüpfen, propagiert. Dieser, Kosmopole" ist ein von seiner nationalen Zugehörigkeit unabhängiger Zeitgenosse, der seine Herkunft und seine Wurzeln keineswegs verleugnet, aber diese für eine größere, eine übernationale Sache fruchtbar zu machen sucht.“

 

 

Radek Knapp (Schriftsteller Wien):

„Artur Becker hat aus seinem polnischen Herzen eine Heimat gemacht. Und das mitten in Deutschland. Damit hat er ein wetterfestes Zuhause erschaffen, das ihm niemand wegnehmen kann. Das ist eine Integration, von der man nur träumen kann.“

 

 

Bogusław Chrabota (Chefredakteur der Rzeczpospolita, Warschau):

„Artur Becker hat zwar eine polnische Sensibilität, er schlüpft aber in ein literarisches und philosophisches Kostüm der westlichen Bildung. Ist er dadurch weniger polnisch, weil er nicht aus der Warschauer Perspektive schreibt? Ich bezweifle es und denke sogar, dass gerade heute solch ein Blick auf unsere Probleme - aus einer kosmischen Perspektive - besonders nötig ist.“

 

 

Steffen Kopetzky (Schriftsteller, Pfaffenhofen bei München):

„Artur Beckers Essays, gelehrte Briefe, die man mit Erstaunen und niemals ohne Vergnügen liest, tragen einen faszinierenden Poststempel: Kosmopolen. Ein Land ohne Territorium, eher eine Art ideengeschichtlicher Titanic, beständig sinkend, doch niemals untergehend; ein Abteil in einem jener selten gewordenen Züge, die dem Reisenden erlauben, das Fenster zu öffnen, um den müde gewordenen Kopf in den Fahrtwind zu hängen; eine Bar mit Ewigem Licht, die denkende Schriftsteller aufsuchen, wenn alles andere längst geschlossen hat.“
 

 

Andreas Öhler (Die Zeit / Christ und Welt, Hamburg):

„Artur Becker zählt zu den bedeutenden intellektuellen Brückenbauern im deutsch-polnischen Geistesleben. Sein neuer Essayband ist eine weitere wichtige Strebe für das Verhältnis zwischen beiden Gesellschaften, um das es gerade nicht gut steht. Der Titel seines Essaybandes ist treffend über den Wortwitz hinaus. Wer jedes Detail scharf bedenkt, darf das große Ganze nicht aus den Augen verlieren.“

 

 

Manfred Mack (Deutsches Polen-Institut, Darmstadt):

„Der Satz ‚Wenn es Artur Becker nicht gäbe, müsste man ihn erfinden!‘ ist wenig originell, trotzdem fällt er mir ein und scheint mir passend, um das publizistische und essayistische Werk von Artur Becker zu würdigen. Denn dieser außergewöhnliche Wanderer zwischen seiner ursprünglichen Heimat Polen und seiner neuen Heimat Deutschland beschenkt uns seit Jahren nicht nur mit seinen Gedichten und Prosawerken, sondern auch mit Dutzenden von Rezensionen und Essays, mit denen er versucht, sein polnisches Erbe seinen deutschen Lesern zu vermitteln. Nein, nicht nur zu vermitteln, Artur Becker ist ein Missionar, er ist überzeugt, fast besessen davon, seine deutschen Lesern zu überzeugen, dass ihr Weltbild unvollständig bleibt, wenn sie nicht die Erfahrungen ihrer polnischen Nachbarn zur Kenntnis nehmen und in ihr Weltbild integrieren. Und er begibt sich auch auf das belastete, verminte Gebiet der deutsch-polnischen Erinnerung an die Geschichte. Souverän und mutig zeigt er Deutschen und Polen einen Ausweg aus der vermeintlichen Erbfeindschaft und ruft das Gemeinsame, Verbindende jenseits der nationalen Verblendung in Erinnerung. Ja, wenn es Artur Becker nicht gäbe, müsste man ihn erfinden.“

 

 

Dr. Magdalena Kardach (Germanistin und Autorin, Universität Poznań):

„Artur Becker ein Entdecker? Und was für einer: Sein ‚Kosmopolen‘ wird Sie begeistern.

Die Essaysammlung ‚Kosmopolen‘ ist eine literarische Aufzeichnung des faszinierenden Entstehungsprozesses einer modernen Identität - nämlich der Identität des Menschen zu Anfang des 21. Jahrhunderts, des Europäers-Kosmopolen.
Der Kosmopole ist eine Art Angebot für den heutigen Bewohner des sich integrierenden Europas, eines mobilen Menschen, der im globalisierten Europa jedoch entwurzelt ist - in einem Europa, das einerseits grenzenlose Möglichkeiten für Migration und Arbeitssuche schafft, andererseits - durch diese Entwurzelung - das Gefühl der Leere und Entfremdung verursacht .“

 

 

Prof. Dr. Christian Prunitsch (Polonist, TU Dresden):

„Die Kosmopolen sind Nachfahren der romantischen Tradition, die Polen und den Westen in eine so enge wie komplizierte Beziehung gebracht hat. Artur Becker leistet in seinen Essays wie in seinen Romanen - Beziehungsarbeit“
 

 

Prof. Dr. Michael Braun (Germanist, Konrad-Adenauer-Stiftung und Universität Köln):

„Artur Becker ist ein skeptischer Realist, der beschreibt, was der Fall ist, ein zeitkritischer, scharfsinniger Erzähler zu sein, der, mit einem kosmopolnischen Herz, stets europäisch denkt.“
 

 

Dr. Peter Oliver Loew (Deutsches Polen-Insitut, Darmstadt):

„Artur Becker, der ‚polnische Autor deutscher Sprache‘, gehört zu den ‚Kosmopolen‘: Menschen, die aus Polen stammen, entwurzelt und anderswo wieder eingepflanzt wurden in einem Kosmos der ‚heimatlosen Dichter und Philosophen‘. In seinen Essays nimmt Artur Becker immer wieder Anlauf zur Erklärung dieser Heimatlosigkeit: Sei es durch die Literatur, sei es durch die Beobachtung deutscher und polnischer Gegenwart, sei es, indem er sein eigenes Leben zwischen den Welten belauscht. ‚Kosmopolen‘ ist ein Buch über die europäischen Zwischenwelten, die so viele von uns in sich tragen.“