Katrin Seglitz

Der Bienenkönig

Neue Leserstimme

Kommentare

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  • Marianne Hänel (Dienstag, 31. Januar 2012 19:13)

    Dieser Roman will Seite für Seite entdeckt werden. Schnell mal 173 Seiten konsumieren:Geht nicht. Es ist eine Reise in die Vergangenheit zweier Familien. Wie oft bin ich bei den vielen Verzweigungen
    dieser Lektüre auf Bruchstücke meiner eigenen Geschichte gestoßen. Was waren das für Zeiten, in den Ost- und Westdeutsche gelebt haben. Die Schere, die jeder im Kopf mit sich trug. Die
    Unzufriedenheit auf beiden Seiten mit dem Unausgesprochenen, was oft in ein Berührungstabu mündete. Der Roman endet in Dissonanz,aber die Chance auf eine Aufarbeitung der Verletzungen kündigt sich
    an.
    Wie Bienenwaben fügen sich unterschiedliche Szenen zueinander; und von Anfang bis Ende fließt in wundervollen Bildern ein funkelnder Honigstrom durch diese Familiengeschichte. Honig stimmt milde,
    Honig als ein Lebensbedürfnis. Für mich bedeutet es die Gegenwart aus dem häufigen Hinterfragen der eigenen Biographie zu begreifen. Ich möchte dieses Buch nicht missen.